Unsere schuleigenen Busse


Behinderte junge Leute habe die gleichen Bedürfnisse, Wünsche und Interessen wie alle anderen Jugendlichen auch. Das heißt, auch wir gehen gern ins Kino, zu Konzerten, in die Disco oder zum Stadtbummel. Im Alltag ist das für uns aber nicht so leicht, weil unsere Schule außerhalb in einem kleinen Ort liegt und für viele von uns zudem die Bewegungs­möglichkeiten eingeschränkt sind:

Rund die Hälfte der Schülerinnen und Schülern des Internates sind auf einen Rollstuhl angewiesen! Damit wir trotzdem Unternehmungen machen können, haben wir an der Schule fünf rollstuhlgerechte Kleinbusse mit zusammen 40 Plätzen für insgesamt 110 Internatsschüler. Dies reicht natürlich nicht für alle, außerdem wollen die Älteren unter uns auch gerne mal allein etwas unternehmen; deshalb sind wir auch noch auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Doch hier haben wir mit Problemen zu kämpfen, wie sie uns täglich überall begegnen: Viele Bereiche bleiben uns verschlossen, weil sie nicht für einen Rollstuhl zugänglich sind, so auch die Linienbusse, die zwischen Wasser und Freiburg oder Emmendingen verkehren.



Unterschriftensammlung, Niederflurbusse


Deshalb haben wir an unserer Schule zusammen mit Lehrern und Erziehern eine Unterschriftenaktion gestartet mit dem Ziel, dass auf dieser Linie rollstuhlgängige Niederflurbusse eingesetzt werden. Diesen Wunsch haben wir dann an die Buslinie SBG sowie unsere drei Landtags­abge­ordneten herangetragen und dort auch offene Ohren gefunden, so dass heute zumindest für einige Abfahrtszeiten Niederflurbusse eingesetzt werden. Ein Problem sind jetzt nur noch die Bordsteine, die für Rollstühle zu niedrig sind und erhöht werden müssten.